Die aktuelle Heizölpreis Tendenz

Anhand des Verlaufs der Heizölpreise ist es möglich, kurz- oder auch langfristige Trends zu erkennen und so beim Heizölkauf Geld zu sparen.

Sparen Sie auch bei Ihren Strom- und Gaskosten

Heizölpreis Verlauf von 1861 bis 2015

     
  1859

Die erste kommerzielle auf Erdöl ausgerichtete und erfolgreiche Bohrung führte Edwin L. Drake am 27. August 1859 am Oil Creek in Titusville, Pennsylvania, durch. Drake bohrte im Auftrag des amerikanischen Industriellen George H. Bissell und stieß in nur 21 Meter Tiefe auf die erste größere Erdöllagerstätte. Im selben Jahr produzierten in den Vereinigten Staaten 34 Unternehmen Petroleum mit einem Umsatz von fünf Millionen US-Dollar. Die ersten Erdölraffinerien entstanden.

1 1862 - 1865

 

Der US-Bürgerkrieg treibt die Rohstoffpreise nach oben;

Steuer auf in Konkurrenz stehende Leuchtmittel erhöht die Nachfrage nach Öl.

 

2 1865 - 1890

 

"Preis-Boom" und "Preis-Absturz"

Mit der Aufnahme russischer Erdölexporte und bedingt durch den Erfolg der elektrischen Glühlampe, durch die Öl im privaten Haushalt nicht mehr zur Beleuchtung (Petroleumlampe) nötig war, fiel der Ölpreis 1876.

 

3 1891 - 1894

 

Der Rückgang von Pennsylvanias Ölfelder war die Grundlage für ansteigende Preise im Jahr 1895.

 

3,5 1890 - 1892

 

Rezession und hohe Öl-Fördermengen von Amerika und Russland führten zu einem Preisrückgang. Heizoelvergleich

 

4 1894

 

Eine Cholera-Epidemie legte die komplette Öl Produktion in Baku und Aserbaidschan lahm, was zu dem Peak von 1895 führte.

 

5 1920

Durch den Automobil-Boom erhöhte sich der Ölverbrauch drastisch.1929 gab es hier rund 23 Millionen Kraftfahrzeuge, mehr als sechsmal so viel wie 1916. Es war der Beginn der motorisierten Gesellschaft und der Aufbruch ins Benzin-Zeitalter.

6 1931

 

Während der Weltwirtschaftskrise verringerte sich die Nachfrage nach Erdöl und der Ölpreis sank auf seinen historischen Tiefststand. 1931 mussten 0,65 Dollar pro Barrel gezahlt werden (inflationsbereinigt 10,11 US-Dollar).

 

7

 

1947            

 

Der Nchkrieg-Automobil-Boom führte in einigen US Bundesstaaten zu Kraftstoffmangel. Aber insgesamt blieb der Ölpreis nach dem Zweiten Weltkrieg auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau.
8 1956 - 1957

 

Durch die Suezkrise brachen ca. 10% des gesamten Öl Weltmarktes weg. Trotzdem blieb der "Ölpreisschock" aus, da zwischenzeitlich der Ölbedarf durch Förderländer außerhalb des Nahen Ostens gedeckt wurde.     

 

9 1972

US Öl-Produktions-Überschuß

10 1973 - 1974

 

1973 begann die erste Ölkrise, als die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) nach dem Jom-Kippur-Krieg die Fördermengen drosselte und damit politische Forderungen verband. Dadurch stieg der Ölpreis um rund 70 %. Dieses Ereignis ging auch unter dem Namen Ölembargo in die Geschichte ein. Die Ölkrise von 1973 demonstrierte die Abhängigkeit der Industriestaaten von fossiler Energie, insbesondere von fossilen Treibstoffen.

 

11 1978 - 1979

Der Iran reduzierte seine Ölproduktion und die Ölexporte wärend der Islamischen Revolution; Verträge mit US Firmen wurden annulliert.

12 1980

 

Iran - Iraq Krieg beginnt (Erster Golfkrieg); In den Jahren 1979/1980, während der zweiten Ölkrise, fanden nach einem Rückgang der Ölpreise wieder kurzzeitige Preissteigerungen statt. Ausgelöst wurden sie im Wesentlichen durch Förderungsausfälle und Verunsicherung nach der Islamischen Revolution. Der Preisanstieg fand im April 1980 sein Maximum.

 

13 1981 verringerte sich der Ölabsatz. Die Industriestaaten befanden sich in einer Rezession und aufgrund der ersten Ölkrise und der hohen Erdölpreise investierten viele Länder in alternative Energiequellen, was in den Jahren 1978 bis 1983 den weltweiten Ölverbrauch um 11 % senkte. Wegen weltweiter Überproduktion an Rohöl und dem Versuch einiger OPEC-Staaten, ihre Weltmarktstellung durch Preissenkungen zu verbessern, fiel der Preis um 75 %.
14 1986  

Saudi Arabien erhöhte seine Ölproduktion um wieder Marktanteile zurückzugewinnen.

 

15 1988

Iran, Iraq erhöhten mit Beendigung des Krieges ihre Ölproduktion und Ölexporte.

 

16 1990

Niedrige Ölpreise (1990er Jahre bis 2001)

Die 1990er Jahre waren – abgesehen von Preissteigerungen 1990/1991 verursacht durch den Zweiten Golfkrieg – eine Phase sehr niedriger Ölpreise.

17 1999  

Während der Asienkrise sank die Nachfrage nach Erdöl.

 

18, 19, 20 2001 - 2003

Nach Überwindung der Krise wuchsen die Weltwirtschaft und damit auch der Ölbedarf schnell. Nach einem konjunkturell bedingten Anstieg des Ölpreises am 18. September 2000 auf 37,15 Dollar (inflationsbereinigt 51,07 Dollar) führten Anfang des Jahres 2001 das Platzen der Spekulationsblase im Technologiesektor sowie die Geschehnisse rund um die  Terroranschläge am 11. September 2001 zu einer sinkenden Nachfrage nach Kerosin. Dies senkte kurzfristig die Nachfrage nach Öl und damit den Ölpreis.

21 2007 - 2008  

Globale Finanzkrise

Die Sorge vor einer Nachfrageschwäche aufgrund der globalen Finanzkrise, schlechte Konjunkturnachrichten und dem dadurch folgenden Nachfragerückgang nach Ölprodukten ließen den Ölpreis in der Folgezeit stark fallen.

22 2011  

Arabischer Frühling

Ein Grund für den Anstieg sind die Ereignisse des Arabischen Frühlings. Investoren fürchteten wegen des Bürgerkriegs in Libyen einen langfristigen Ausfall der Ölproduktion des Landes und ein Übergreifen der Unruhen auf Saudi-Arabien, einen der weltgrößten Ölexporteure.

23 2013 - 2015

 

Die Verschuldung der Ölunternehmen, nicht mehr steigende Verbrauchsraten sowie die Ankündigung der OPEC im November 2014, die Förderquoten nicht zu senken, führten zu einem starken Absturz des Ölpreises im Dezember 2015. Heizölvergleichsrechner

 

 

 

 

Wie für andere Waren und Dienstleistungen werden die Preise für Benzin und Diesel auf der Basis von Angebot und Nachfrage frei gebildet. Wie regelmäßige Untersuchungen ergeben, entwickeln sich die Preise für Benzin und Diesel an den Tankstellen in Deutschland grundsätzlich entsprechend den Großhandelspreisen für Kraftstoffe am Rotterdamer Ölmarkt. Diese wiederum folgen in der Regel dem Rohölpreis, können sich aber je nach Angebot und Nachfrage des betreffenden Produkts kurzfristig bis zu einem gewissen Grad auch vom Rohölpreis loslösen.

 

Neben dem Preis für das jeweilige Produkt gehen in den Endverbraucherpreisen weitere Kostenpositionen auf: Hierzu gehören die Energiesteuer, die seit dem Jahr 2003 für Diesel 47,04 Cent je Liter und für Ottokraftstoff 65,45 Cent je Liter beträgt, sowie die Umsatzsteuer in Höhe von 19 Prozent des gesamten Warenwertes (einschließlich Energiesteuer). Außerdem entstehen Kosten für die Beimischung von Biokomponenten zur Erfüllung der Quotenvorgabe, den Transport, die Lagerung und den Vertrieb der Kraftstoffe. Ferner müssen Unternehmen, die Kraftstoffe herstellen oder nach Deutschland einführen, einen Betrag an den Erdölbevorratungsverband für die Bevorratung von Erdöl und Erdölerzeugnissen zur Krisenvorsorge entrichten. Dieser beträgt für Dieselkraftstoffe 0,3 Cent je Liter und für Ottokraftstoffe 0,27 Cent je Liter.

 

Die Europäische Kommission veröffentlicht im Internet wöchentlich ein so genanntes "Öl-Bulletin", das eine Übersicht über Verbraucherpreise und Steuern für Kraftstoffe in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union bietet.

 

Quelle: bmwi.de

 

Energiesteuer
 

 

Rechtsgrundlagen für die Erhebung der Energiesteuer sind das Energiesteuergesetz (EnergieStG) vom 15. Juli 2006 (BGBl. I S. 1534, 2008 I S. 660, 2008 I S. 1007) in der jeweils geltenden Fassung und die zu seiner Durchführung erlassenen Verordnungen.

 


Die Energiesteuer wird von der Bundeszollverwaltung erhoben und fließt dem Bund als Einnahme zu.

 


Als sich das Erdöl im 19. Jahrhundert nach dem Übergang zum modernen Tiefbohrsystem zum modernen Kraftstoff entwickelte, wurde es in Deutschland ab 1879 zunächst durch den „Petroleumzoll“ des Reiches steuerlich erfasst. Das später angestrebte „Reichs-Petroleummo-
nopol“ kam nicht zustande. Als 1930 in der Weltwirtschaftskrise der Zoll für ausländisches Mineralöl drastisch erhöht werden musste, wurde als Ausgleichs-und Ergänzungsmaßnahme gleichzeitig die Mineralölsteuer eingeführt. 1936 erstmals stark erhöht, wurde sie 1939 auf Dieselöl, 1951 auf bestimmte Produkte der Petrochemie und 1960 auch auf Heizöle ausgedehnt. Während vor dem Zweiten Weltkrieg vorwiegend fertige Mineralöle eingeführt worden waren, verlagerte sich danach das Schwergewicht der Marktversorgung auf Mineralöle, die im Inland aus einheimischem oder eingeführtem Rohöl verarbeitet werden. Dieser Strukturwandel der deutschen Mineralölwirtschaft und der wegen der Kriegsfolgelasten gestiegene Finanzbedarf führten dazu, dass seit 1953 die Mineralölsteuer als reine Finanzsteuer ausgestaltet ist, mit Steuersätzen, die gleichermaßen für eingeführte wie für inländische Erzeugnisse gelten.

 


Die Besteuerung des Heizöls wurde als wirtschaftspolitisches Instrument der Energiepolitik eingeführt. Sie sollte die Anpassung des deutschen Steinkohlebergbaus an die veränderte Lage auf dem Energiemarkt erleichtern und auch zur Erschließung neuer Energieträger beitragen.

 

 

Am 1. Januar 2003 ist die fünfte und letzte Stufe der ökologischen Steuerreform in Kraft getreten. Damit wurde der Weg zum Schutz der Umwelt und zur Sicherung von Arbeitsplätzen fortgesetzt, den die Bundesregierung mit der ersten Stufe der ökologischen Steuerreform
vom 1. April 1999 (> Stromsteuer) eingeschlagen hatte. Die maßvolle Verteuerung von Energie sollte den Anreiz für den sparsamen Umgang mit wertvollen Ressourcen und damit zur Schonung der Umwelt geben. Zudem stehen mit dem Mehraufkommen im Bundeshaushalt Mittel zur Verfügung, um durch eine Senkung und Stabilisierung der Rentenversicherungsbeiträge den Faktor Arbeit zu entlasten. Im Jahr 2006 wurde das Mineralölsteuergesetz durch das Energiesteuergesetz – unter Aufnahme der Kohlebesteuerung – ersetzt.

 

 

Als Verbrauchsteuer ist die Energiesteuer so angelegt, dass sie wirt schaftlich vom Verbraucher getragen wird. Die Erhebung der Energiesteuer erst beim Verbraucher würde jedoch zu einer unüberschaubaren Vielzahl von Steuerschuldnern führen. Daher wird sie aus verwaltungs-
ökonomischen Gründen im Regelfall auf einer vorgelagerten Handelsstufe beim Hersteller oder Weiterverkäufer erhoben, der sie anschließend über den Warenpreis auf die Verbraucher abwälzen kann. DieSteuerschuldner haben dabei ausreichend Zeit, die für die Steuerzahlung erforderlichen Beträge zu erlösen.

 


Kraftstoffe stellen die größte und für das Steueraufkommen bedeutendste Gruppe der steuerpflichtigen Energieerzeugnisse dar. Die Steuersätze betragen etwa für unverbleites Benzin (mit einem Schwefelgehalt von höchstens 10 mg/kg) 654,50 Euro/1.000 Liter und für

Dieselkraftstoff (mit einem Schwefelgehalt von höchstens 10 mg/kg) 470,40 Euro/1.000 Liter.

 


Flüssiggase (z. B. Propan und Butan), Erdgas und andere gasförmige Kohlenwasserstoffe unterliegen bei der Verwendung als Kraftstoff ebenfalls der Energiesteuer. Bis Ende 2018 gilt insoweit ein ermäßigter Steuersatz. Flüssiggaskraftstoff (sogenanntes Autogas) wird bis dahin
mit 180,32 Euro/1.000 Kilogramm und Erdgaskraftstoff mit 13,90 Euro/Megawattstunde versteuert. Ab 2019 findet der im
Energiesteuergesetz festgelegte Regelsteuersatz für diese Kraftstoffe Anwendung. Er liegt für Flüssiggaskraftstoff bei 409,00 Euro/1.000 Kilogramm und für Erdgaskraftstoff bei 31,80 Euro/Megawattstunde. Gleichwohl wird der Steuersatz für Flüssiggas- und Erdgaskraftstoff auch ab 2019 bei einer  energetischen Betrachtung immer noch deutlich unterhalb der Steuersätze für Ottokraftstoff und auch für Dieselkraftstoff liegen.


Für Heizstoffe gelten die folgenden Steuersätze:
Leichtes Heizöl (HEL) 61,35 Euro/1.000 Liter
Schweres Heizöl (HS) 25,00 Euro/1.000 Kilogramm

Flüssiggas 60,60 Euro/1.000 Kilogramm
Erdgas und andere gasförmige Kohlenwasserstoffe 5,50 Euro/Megawattstunde

Kohle 0,33 Euro/Gigajoule


Leichtes Heizöl wird mit Rotfarbstoff und einem Markierstoff gekennzeichnet, um eine missbräuchliche Verwendung als Kraftstoff („Verdieselung“) zu verhindern.

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